Neue Festbeträge zum 1. April

Neue Festbeträge zum 1. April
Quelle: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Leider kein Aprilscherz: am 1. April senken die Krankenkassen die sogenannten Festbeträge für Arzneimittel. Dadurch kann es sein, dass bisher zuzahlungsfreie Medikamente wieder Zuzahlung kosten.

Hintergrund

Für zahlreiche Arzneistoffe legen die Krankenkassen sogenannte "Festbeträge" fest. Diese begrenzen den Höchstpreis, der von den Krankenkassen bezahlt wird. Dadurch werden Kosten gespart. Wenn der Hersteller eines Medikaments den Preis nicht auf den Festbetrag absenkt, müssen Sie als Patient eine Aufzahlung leisten. So z.B. bei zahlreichen Schilddrüsenmitteln verschiedener Firmen oder auch bei Kinder-Nasensprays. Außerdem hängt am Festbetrag auch die Zuzahlung. Unter bestimmten Vorraussetzungen kann die Krankenkasse auf diese verzichten, wenn der Medikamentenpreis unter dem Festbetrag liegt. Wird der Festbetrag gesenkt, der Preis des Medikaments aber nicht, verliert es die Zuzahlungsfreiheit.

Zu den betroffenen Arzneimitteln zählen vor allem starke Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Fentanyl, Morphin und Oxycodon. Auch häufig von Ärzten verordnete Substanzen wie Prednisolon (Entzündungshemmer) oder Clopidogrel (Blutverdünner) gehören dazu.

Eine jeweils aktuelle Liste mit allen zuzahlungsfreien Arzneimitteln ist auf dem Gesundheitsportal APONET unter www.aponet.de zu finden.

Außerdem: neue Rabattverträge zum 1. April

Zeitgleich treten zum 1. April auch kassenspezifische Rabattverträge neu in Kraft, die dazu führen können, dass Sie sich von ihrem gewohnten Präparat auf ein neues Medikament umstellen müssen.  So hat die AOK nach eigenen Angaben mehr als 100 Wirkstoffe mit mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz pro Jahr vergeben, darunter der Magensäurehemmer Pantoprazol und das Schmerzmittel Metamizol. Auch die DAK neue Verträge zum 1. April geschlossen.

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