Neue Festbeträge seit dem 01. Oktober 2018

Geldbeutel mit Münzen
Quelle: pixabay.com

Wie inzwischen regelmäßig, das letzte Mal im April dieses Jahres, hat der "Gemeinsame Bundesausschuss" zum 01.10.2018 die Festbeträge für einige Wirkstoffe "angepasst" (auf deutsch: gesenkt). Was Festbeträge sind, warum es nun sein kann, dass Sie teilweise heftige Aufzahlungen bei Ihrem Medikament in Kauf nehmen müssen und welche Möglichkeiten es gibt die Aufzahlungen zu vermeiden zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was sind Festbeträge?

Der Festbetrag wird von den Krankenkassen bestimmt und legt den Preis für einen Wirkstoff oder eine Wirkstoffgruppe fest, der von den gesetzlichen Krankenkassen maximal bezahlt wird. Das Festbetragssystem dient der Kosteneinsparung und in gewissem Maße auch als Wettbewerbssystem für die pharmazeutischn Industrie. Wenn es für einen Wirkstoff einen Festbetrag gibt, das Medikament aber mehr kostet, zahlen Sie als Patient die Differenz. Diese Aufzahlung muss auch gezahlt werden, wenn Sie von den Zuzahlungen befreit sind. So ist es z.B. bei zahlreichen Schilddrüsen-Medikamenten so, dass eine kleine Aufzahlung im niedrigen Euro-Bereich fällig werden kann. Da sich die Preise für Medikamente regelmäßig zum 1. und 15. eines Monats ändern können, können sich auch die Aufzahlungen schnell ändern.

Im Oktober wurden bei folgenden Wirkstoffen neue Festbeträge festgelegt:

  • Levetiracetam (z,B, Keppra®)
  • Pregabalin (z.B. Lyrica®)
  • Filgrastim
  • Lamivudin
  • Linezolid
  • Valproinsäure
  • Voriconazol
  • Zonisamid
  • Coxibe (z.B. Celebrex®)
  • Kombination Sartan+Amlodipin
  • Kombination β-Blocker+Amlodipin

Insbesondere bei Pregabalin sind die Aufzahlungen recht hoch, teilweise bis zu über 100 Euro.

Was kann ich jetzt tun?

Oft ist es so, dass es zum Medikament des Erstanbieters günstigere Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff -sogenannte Generika- gibt. Diese Generika sind oft deutlich preiswerter und in vielen Fällen nicht von Aufzahlungen bei Festbeträgen betroffen.

Sprechen Sie uns an, wir finden sicherlich eine Lösung!

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