Entwurmen nicht mit homöopathischen Arzneimitteln

 

Ein Wurmbefall bei Hunden oder Katzen hat nicht nur eine gesundheitliche Bedeutung für das betroffene Tier selbst, sondern auch für die Tierhalter, insbesondere, wenn Kinder Kontakt mit dem Tier haben. Grundsätzlich besteht eine Ansteckungsgefahr. Ein Wurmbefall kann auch bei uns Menschen zu ernsthaften Krankheiten führen. Eine solche Erkrankung muss nicht zeitgleich oder zeitnah zu einem beim Tier festgestellten Wurmbefall auftreten. Oftmals vergeht eine größere Zeitspanne und man vermutet keinen Zusammenhang mehr.

Tipps aus dem Internet führen in die Irre
Umso wichtiger ist die richtige Entscheidung, in welchen Abständen eine Entwurmung vorgenommen wird und die Auswahl des jeweils am sichersten wirkenden Arzneimittels. Hier ist fachmännischer Rat vom Tierarzt oder auch eine konkrete tierärztliche Untersuchung notwendig.

Im Internet findet man zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Wurmbefall bei Hund und Katze. In einigen Beiträgen werden auch homöopathische Arzneimittel zur vorbeugenden Behandlung oder gar zur Therapie (Entwurmung) empfohlen. Häufig werden die Arzneimittel Abrotanum, China und Calcium carbonicum genannt.

Was empfiehlt die DHU bei bestehendem Wurmbefall?
Die DHU ist der Meinung, dass hier die Homöopathie nicht angezeigt ist. Dieses Problem sollte man konventionell behandeln. Mit homöopathischen Arzneimitteln kann man danach ggf. eine Darmsanierung durchführen.

Warum sind Homöopathika nicht angezeigt?
Homöopathie ist eine Reiz- und Regulationstherapie. Mit ihr kann man Einfluss auf gestörte Regelsysteme oder auch Stoffwechselstörungen nehmen. Auf Darmparasiten kann man damit nicht direkt einwirken.
Ein Wurmbefall ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung. Infolge der Ansteckungsgefahr für den Menschen, insbesondere für Kinder, die in der Regel meistens auch einen engen körperlichen Kontakt zum Tier haben, sollte man schnell und gezielt handeln.

Pflanzliche Mittel sind nicht homöopathische Mittel
Immer wieder müssen wir bei Beiträgen im Internet auch feststellen, dass die entwurmende Wirkung einer Pflanze beschrieben wird und man dadurch von der gleichen Wirkung eines aus derselben Pflanze hergestellten homöopathischen Arzneimittels ausgeht. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Zwischen der Herstellung eines Phytotherapeutikums (pflanzliches Arzneimittel) und eines homöopathischen Arzneimittels können große Unterschiede bestehen. Man sollte sich deshalb immer über die Wirkung eines Homöopathikums selbst informieren und nicht die Anwendungsmöglichkeiten aus der Beschreibung einer Pflanze ableiten.

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